Menschen lassen Masken sprechen. Seit Angedenken spielen Masken eine Rolle in unserer Kultur...
Mittelalter-Kostüme, - eine kleine Stilkunde
Die Zeit des Mittelalters war etwa von 750 bis 1350, also gut 600 Jahre. In diesem langen Zeitraum wechselte die Mode natürlich auch mal. Im frühen Mittelalter, von 750 bis 1170, wurde die Kultur durch die Klöster bestimmt. Die alten Zauberer waren noch nicht ganz vergessen, in dieser Zeit entstand das Hildebrandslied. Es war die Zeit der Wikinger und der Langobarden.Im Hoch Mittelalter, von 1170 bis 1230, war die Blütezeit der Literatur. Es war die Zeit der Ritter und Minnesänger. Bekannte Dichter dieser Zeit waren Walter von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach. Diese Zeit wird in der Regel als Vorbild für die Mittelalter-Mode heran gezogen. Im Späten Mittelalter, von 1230 bis 1350, endet die Zeit der Ritter. Auch Bürger haben Zugang zur Literatur. Die Pest bricht in Deutschland aus, es beginnt die Schwarze Zeit.
Was im Mittelalter getragen wurde, wurde auch vom Stand der jeweiligen Person bestimmt. Das einfache Volk hatte für seine Kleidung Stoffe aus Leinen, Nessel und Hanf zur Verfügung. Wollstoffe wurden für die Oberbekleidung genutzt. In den höheren Ständen konnten feinere Stoffe verwendet werden. Es wurden Stoffe aus dem Ausland importiert. Seide war sehr beliebt. Zum Färben wurden überwiegend Farbstoffe aus Pflanzen gewonnen. Außerordentlich teure Farbstoffe wurden aus der Purpur-Schnecke oder der Kermeslaus hergestellt. Stoffe aus diesen Farben konnte sich nur der Hochadel leisten.
Tuch, im Mittelalter
Bis zum 13. Jahrhundert wurde Garn mit Handspindeln gesponnen. Erste Spinnräder und der Trittwebstuhl ermöglichten eine beginnende Industrialisierung. Die Tuchzentren entstanden in Norditalien und Südfrankreich, aber auch Tuche aus Brabant und Flandern waren bekannt.
Darstellungen über die Kleidung aus dieser Zeit sind leider kaum vorhanden. Die meisten Bilder zeigen den Adel oder den Klerus. Kleidung, die noch aus dieser Zeit stammt, sind auch Kleidungsstücke des Hochadels oder des Klerus, welche zu besonderen Veranstaltungen gefertigt wurden. Ein realistisches Bild, besonders der niederen Stände ist daher kaum vorhanden. Die Mode war noch von der Mode der Byzantinischen Zeit beeinflusst. Borten waren beliebte Accessoires zur Zierde der Kleidung.
Frauenkleider waren im Mittelalter bis ins 11. Jahrhundert kaum figurbetont. Über einem leinenen, langen Untergewand mit langen Ärmeln wurde ein langes Obergewand getragen. Ab dem 11. Jahrhundert wurde es vermutlich in der Taille geschnürt, das Oberkleid wurde im Rock weiter. Erst ab dem 12. Jahrhundert wurden beim Adel die bei Mittelalter-Kostümen bekannten Tütenärmel getragen. Der Kopf war bei verheirateten Frauen mit dem "Gebände" einer breiten Leinenbinde, die die Wangen und das Kinn bedeckte, gekleidet. Darauf wurden kleine flache Hauben oder Schleier getragen. Das Haar war glatt und meist geflochten. Die Schuhe aus weichem Leder waren spitz und reichten bis zum Knöchel.
Der Mann kleidete sich mit einem Unterhemd und Bruche genannten Schurz. Darüber kam ein langärmeliger Kittel, der bis zum Knie reichte und gegürtet wurde. Ein Rechteckmantel wurde über die Schultern gelegt und mit einer Spange gehalten.
Ab dem 13. Jahrhundert, der Zeit der Gotik, wurde die Kleidung aufwändiger. Anfangs waren die Kleidungen für Männer und Frauen sich recht ähnlich, lange Oberbekleidung, die wenig körperbetont war. Erst Ende des 13. Jahrhundert wird die Mode wieder vielfältiger, sie wird teilweise sehr überzogen. Die Frauen der höheren Stände tragen ein bis zu den Füßen reichendes Unterkleid aus Seide oder Leinen, Cotte genannt. Darüber wurde ein langes mit einer Schleppe versehenes Überkleid, die Sucot getragen. In Burgund wurde sehr körperenge Kleidung getragen, ein Mieder schnürte vorne das Hemd zusammen, der Ausschnitt war tief. Die Hennin, eine kegelförmige Haube, die mit Schleiern versehen war, wurde von den verheirateten Frauen getragen. Junge Frauen schmückten sich mit Bänderkränzen oder Blumenreifen.
Der Mann kleidete sich in dieser Zeit mit einem Unter- und einem Überkleid. Ein Rock, der manchmal geschlitzt war, reichte bis zu den Knien. Über der leinenen Unterhose wurden bis zu den Oberschenkeln reichende Beinlinge getragen. Das Überkleid wurde später zu einem engen Rock mit Stehkragen. Fein gefältelte Hemden aus gutem Leinen konnten vorne aus dem geöffneten Mantel zu sehen sein.
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Karneval, Feste die kaum jemand auslässt. Eine Möglichkeit mit der eigenen Identität zu spielen...
Das Spiel mit der Identität, ob Fantasy oder Historisches Kostüm, sobald ich mich verkleide bin ich jemand anders...