Die Wurzeln des Karneval im alten Babylon

Kostüme und Masken verwandelnDas Charakteristische des Karnevals sind nicht nur die Kostüme, sondern auch das Prinzip der Gleichheit der Menschen in der Festzeit. Schon vor 5000 Jahren wurde in Babylon ein Fest gefeiert, dass diesem Prinzip entspricht. Eine Inschrift überliefert über das siebentägige Fest zu Ehren der Hochzeit eines Gottes: "Kein Getreide wird an diesen Tagen gemahlen. Die Sklavin ist der Herrin gleichgestellt und der Sklave an seines Herrn Seite. Die Mächtige und der Niedere sind gleich geachtet."

Seit der babylonischen Zeit wurden im Mittelmeerraum ähnliche Feste im Frühjahr gefeiert. Mit dem Aufkommen des Christentums bildete sich in katholischen Ländern die heutige Form des Karnevals heraus. Besonders berühmt sind der Karneval in Venedig und der Karneval in Rio. In Deutschland liegen die Hochburgen am Rhein: Die Rosenmontagszüge von Köln, Mainz und Düsseldorf werden jedes Jahr im Fernsehen übertragen. Aber auch im Alemannischen wird Karneval gefeiert, am bekanntesten ist die Baseler Fasnacht.

Der Höhepunkt des Karneval

Der Rosenmontags-Zug ist eine Tradition zu KarnevalDer "Schmutzige Donnerstag" oder die Weiberfastnacht leitet die Hauptfestwoche des Karnevals ein. Im Jahr 2008 findet er am 31. Januar statt. In den Karnevalshochburgen wird ab 11:11 Uhr meist nicht mehr gearbeitet, die Feiertage beginnen. Dieser Tag ist der Tag der Frauen, in den Gegenden um die Karneval-Hochburgen feiern sie ihn ausgelassen. Ein Brauch ist es, die Rathäuser zu stürmen und den Männern ihre Krawatten abzuschneiden. Dieser Tag wurde 1824 im Ort Beuel bei Bonn von den Frauen erkämpft. Bis dahin war der Karneval den Männern vorbehalten, was heute noch im rein männlich besetzten Prinzenpaar zu erkennen ist.

Es folgt der Nelkensamstag und der Tulpensonntag. Der Höhepunkt ist der Rosenmontag mit seinen Umzügen, der in dieser Form seit der Reform des Karnevals nach dem Wiener Kongress 1815 entstanden ist. Die ersten Umzüge am Rosenmontag fanden 1823 in Köln statt. Der Rosenmontag fällt im Jahr 2008 bereits auf den 04. Februar, 48 Tage vor Ostern.

Der Faschingsdienstag ist der letzte Tag der Karneval-Zeit. Auch an diesem Tag finden in einigen Städten Umzüge statt. In München ist das der Tag, an dem der "Tanz der Marktfrauen" den Höhepunkt der Straßenfastnacht bildet. Um Mitternacht wird der Karneval beerdigt, oder der Nubbel, eine Strohpuppe wird als Sündenbock verbrannt. Die Strohpuppe hat verschiedene Namen, in Düsseldorf ist es der Hoppeditz, in Recklinghausen der Bacchus.

Am Aschermittwoch ist der Karneval zu Ende. Er leitet immer die 40tägige Fastenzeit vor Ostern ein. Der Aschermittwoch hat seinen Namen durch das Palmkreuz, aus der Asche der Palmzweige vom Palmsonntag des Jahres zuvor, welches Gläubige auf die Stirn gezeichnet bekommen. Im Jahr 2008 ist der Aschermittwoch am 06. Februar.


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